[MuS-L] beyond modelling? ps. zum seminar

sebastian sauer scb at s2.enemy.org
Wed Jun 26 20:39:27 CEST 2002


On Sunday 23 June 2002 23:46, Andreas Schamanek wrote:

> forrester und meadows et al. 
...haben ein naiv gefaehrliches vertrauen in die dummheit...
 
> in diesem zusammenhang lesen und hoeren wir immer wieder von unter-
> gangsszenarien, krisen und katastrophen. ich teile zwar die meinung
> des club of rome, dasz das bevoelkerungswachstum beschraenkt ist, ich
> setze dies aber nicht mit dem ende der menschheit, nicht mit dem
> untergang der erde und auch nicht mit dem niedergang der menschheit
> gleich.
ACK

> mit meinem lachen, schlieszlich, moechte ich anmerken, dasz wir
> menschen nur ein kleiner teil des oekosystems erde sind. mag sein,
> dasz wir gefahr laufen, dieses oekosystem voellig zu zerstoeren.
> abgesehen von meiner persoenlichen meinung hiezu will ich aber
> festhalten, dasz modellbildung und simulation nicht in der lage sind,
> darueber eine verlaeszliche aussage zu treffen.
ACK

> zu fuehren, dasz kausalitaet (egal welcher form) nicht nur nicht zum
> ziel fuehrt sondern schlichtweg mit zu den gefaehrlichsten werkzeugen
> zaehlt, die die menschen hervorgebracht haben.
hehe :), ich *zugeb* spiel gern mit noch gefaehlicheren "tools" e.g mit 
selbst-referenz und kybernetik 2ter ordnung

> dasz ich aber nicht sehe, wie ich mich mit meinen naechsten auf das
> ende der welt vorbereiten soll, ohne mich dabei des kausalen denkens
> und eben auch der modellbildung und simulation zu bedienen.
ich sehe ueberhaupt keinen weg wie ich mich auf meine dekonstruktion 
vorbereiten soll, auch mit kausalen denken & modell bildung.

das kausale denken ist eh eigentl. furz, weil streng genommen muessen wir eh 
alles als wahrscheinlichkeitsverteilung sehen... ...kausaliaet ist nur fuer's 
taegliche leben ganz bequem, ...moege der sich melden, der seine taeglichen 
entscheidungen auf grund von einer fermi-statistik trifft .-))

nebenbei bemerk ist der mathematische formalismus der 
wharscheinlichkeitsrechungen auch nicht wirklich dienlich zum menschlichen 
verstaendnis od. warum reden die biochemiker von "mickey-mouse chemistry", 
der quanten mechaniker einfach von "das seh ich aus der gleichung od. dem 
experiment", und warum gibt es soviele gleucksspieler (obwohl's mathematisch 
leicht beweisbar ist das das eher ein pechspiel ist)?

 :-) nunja ...

"nur unentscheidbare fragen sind entscheidbar"
-- heinz v. f.

>  anders gesagt: mit meiner freundin weisz ich mir besseres als
> lemminge-gehen-ins-wasser spielen.
:-)) LOL!

> typischerweise sind die komplexen dynamischen modelle, mit denen wir
> uns beschaeftigen, von einer komplexitaet, die unser eigenes ver-
> staendnis uebersteigt, weshalb wir gezwungen sind, die modelle mit
> anderen modellen (von modellen) zu erfassen, um eine parameterab-
> schaetzung oder sensitivitaetsanalyse ueberhaupt erst angehen zu
> koennen. das problem, dasz wir von modellen im grunde nur modelle
> haben, bringt die schwierigkeiten der modellbildung auf den punkt.
ACK, IMO liegt die schwierigkeit aber vorallem darin das 90% des 
mathematischen formalismus, von einer absoluten wirklichkeit ausgehen.

> und doch: wie wir damit umgehen, was wir daraus machen, bleibt uns
> selbst ueberlassen. und das ist gut so.
:-)))

lg
seb.




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